Hier wird noch dran gearbeitet!


In meinem Metier habe ich hauptsächlich mit zwei 'Dingen' zu tun, mit Licht, und mit unterschiedlichen Materialien, und mit dem Versuch dieses zu einer schönen Leuchte zu vereinen.
Das erste 'Ding' ist ja nun leider nicht zu fassen, das zweite Ding hingegen sehr. Ich möchte versuchen Beides für sich und in seinem Zusammenspiel mit der menschlichen Wahrnehmung zu beschreiben, um ein paar grundlegende Gedanken zu der Konstruktion von Leuchten zu erläutern.

Zum Licht:

Licht wird zuerst durch seine → Helligkeit, gemessen bei seiner Entstehung in lumen (lm) bzw. wenn es auf eine Fläche oder unser Auge trifft in Lux (lx) und candela (cd), beschrieben.
Bei einem angenommenen Stromverbrauch von 40 W produziert eine Glühlampe ca 400 lm, eine IRC Halogenbirne ca 1000 lm, eine Energiesparbirne ca 2600 lm, eine T5 Leuchtstofflampe bis zu 3500 lm und eine Metalldampflampe ca 4000 lm. Man kann also bei dem gleichen Stromverbrauch bis zur 10 fachen Menge Licht erzeugen.
Der Rest der verbrauchten Energie erzeugt Wärme, und somit für unseren Zweck verloren oder sogar problematisch, da es die Bauteile der Leuchte erhitzt.
Für LED's ist die Angabe schwierig, sie werden immer effektiver und liegen zur Zeit bei ca 80 lm/W.

Das entstandene Licht kann mittels Reflektoren gebündelt oder mit transluzenten Materialien oder Reflektionsflächen gestreut werden. Alle Leuchtmittel außer der Glühbirne benötigen ein Vorschaltgerät oder Transformator. Metalldampflampen können nicht gedimmt werden.
Sehr unterschiedlich ist auch die Lebensdauer der Leuchtmittel, die von ca 1000 h für eine Glühbirne über 4000 h bei Halogenleuchtmitteln bis zu 15 000 h für eine Metalldampflampe und 20 000 h für eine gute Leuchtstofflampe reicht.

Außerdem ist Licht durch seine Lichtfarbe charakterisiert, die von ca 2500°Kelvin (warmweiß, z.B Glühbirne) bis zu ca 6500 °K (weiß-weiß, Tageslicht-Leuchtstofflampe) reicht.


Nun kommen aber zum Glück noch der Mensch und seine Wahrnehmung ins Spiel:

Warmes Licht entspricht der Lichtfarbe beim Sonnenuntergang und beruhigt, weißes Licht entspricht der Mittaggsonne und wirkt eher belebend, wird aber, vor allem am Abend, als ungemütlich empfunden.

Jedes Licht setzt sich aus verschiedenen Farben des Lichtspektrums zusammen, und wird vom menschlichen Auge mehr oder weniger als weiß empfunden. Fehlen einige Farbanteile des Lichtes, so ist die Farbwiedergabe schlecht. Glühlampen und im Besonderen die Halogenlampe beinhalten alle Farben des Spektrums und sind durch die Entstehungsweise des Lichts als Wärmestrahler so eine Art kleine Sonnen. In meinen Augen immer noch die beste Wahl für Wohnräume, da diese Art Licht die Menschheit in Ihrer Entwicklung und Wahrnehmung geprägt hat.
Da hilft auch kein Verbot der Glühlampe!

Hochwertige Leuchtstoff- oder besser noch Metalldampflampen kommen dieser Lichtzusammensetzung immer näher.
Allerdings sind dort immer noch einige Wellenlängen des Lichtspektrums vorherrschend und unser Auge gaukeln uns daraus eine Art weiß vor, was ihm nur leidlich gelingt. Diese Leuchtmittel sind für die Beleuchtung von Arbeits- und Ausstellungsräumen, sowie für Nebenräume und Verkehrswege gut geeignet.

Ist das Licht einer Leuchte sehr intensiv, ist man geblendet. Die Iris des Auges verkleinert die Pupille, weniger Licht fällt ins Auge, und man nimmt den übrigen Raum als dunkler wahr. Dabei ist zu bedenken, das die Adaption an zu helles Licht sehr schnell erfolgt, der umgekehrte Vorgang aber ein Vielfaches mehr Zeit benötigt.
Blendung gilt es also durch eine gute Leuchtenkonstruktion zu vermeiden, ins Besondere wenn man konzentrierte Lichtquellen wie Halogenbirnen oder gar Metalldapflampen verwenden will.
Dies kann durch eine große Licht streuende Fläche → Heuser, durch die Verwendung vieler kleiner Leuchtmittel → Mezquita, → Sputnik, oder durch indirekte Ausstrahlung des Lichtes geschehen → Mantilla, → Sun, → Eckfluter.
Ins Besondere bei Leuchten die über einem Esstisch hängen ist darauf zu achten, dass man nicht geblendet wird →rust never sleeps, damit man seinem Gegenüber auch die Augen schauen kann.

Fortsetzung folgt


































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